Museum Köflach
Wissen was war
Museen sind das sammelnde, speichernde und verarbeitende Gedächtnis des kulturellen Erbes unserer Gesellschaft, unserer Stadt. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der gesellschaftlichen, insbesondere kulturellen Standortbestimmung und Strukturentwicklung. Diese lehrenden und lernenden Institutionen bedürfen immer wieder einer aktuellen Positionierung.
Gegründet wurde das Museum Köflach im Jahr 1967. Reinhard Krebernik zeichnete sich verantwortlich für den Aufbau der Sammlung und die Einrichtung des Museums. Es wurde am 24. April 1967 im Keller des damaligen Stadtamtsgebäudes (heutiges bfi-Gebäude) eröffnet. Die Sammlungen wuchsen kontinuierlich, deshalb zog das Museum bis 1984 in das sogenannte Kloepferhaus (Bahnhofstraße) um. Am 1. Juni 1984 fand dort die feierliche Eröffnung statt. 1985 wurden im 2. Stock der Polytechnischen Schule ein Depot und eine Sekundärsammlung eingerichtet. Nach dem Verkauf des Kloepferhauses 2012 wurden auch die Objekte der Schausammlung dort untergebracht.
Aktuell befindet sich das Museum in Bewegung – es wird an einer Umgestaltung der Depoträume zu einem spannenden Schaudepot mit Archiv und wissenschaftlicher Bibliothek gearbeitet. Weiters arbeiten wir an einem Konzept für einen Ausstellungsraum für Stadtgeschichte[n] in den Räumen der ehemaligen Bibliothek im Kunsthaus Köflach.
Trotz aller Aktivitäten im Hintergrund sind BesucherInnen (nach Voranmeldung) herzlich willkommen, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Unsere Sammlungsschwerpunkte im Überblick
Geschichte des Bezirkes und der Stadt
Urkunden, Handschriften, Pläne, Modelle, Fotografien
Geologisch-mineralogische Sammlung
Gesteine und ausgewählte Minerale des Grazer Randgebirges, Fossilien der Kainacher Gosauschichten und der tertiären Kohlenlagerstätten
Vor- und Frühgeschichte
Belegstücke über die Anwesenheit des Menschen seit der Altsteinzeit: Heidentempel im Zigöllerkogel, Pichlinger Wanne, Franziskanerkogel, Heiliger Berg, Dietenberg
Handwerk und Industrie
Glasmacher, Sensenschmied, Wachszieher, Fassbinder, Zimmerer, Schuh- und Metallindustrie
Bürgerliches und religiöses Leben
Volkstracht, Arbeitskleidung, Objekte aus den Arbeits-, Freizeit- und Festtagsbereichen, Objekte der Volksfrömmigkeit und des Aberglaubens
Bäuerliches Leben
Geräte zur Feldbearbeitung und Ernteverwertung, Truhen, Haus- und Tischgerät
Sammlung Mulej
Archäologie, Bergbau, Mineralien
Steiermark privat: Schmalfilme aus Privatbesitz digitalisiert
Von Juli 2020 an sammelten das Museum für Geschichte, das Filmarchiv Austria und das Land Steiermark private Schmalfilme aus den 1920er- bis 1990er-Jahren von Amateurfilmerinnen und -filmern aus der Steiermark. Ziel war es, Familien-, Urlaubs-, Fest- und Eventaufnahmen sowie experimentelle Filme zu digitalisieren und das steirische Amateurfilmerbe langfristig zu sichern.
Die Filme wurden an mehreren Abgabestellen entgegengenommen, digitalisiert, auf DVD übertragen und auf Wunsch archiviert. Viele der Originalfilme werden im Universalmuseum Joanneum für die Langzeiterhaltung aufbewahrt. Erste Ergebnisse und Einblicke in die private Filmgeschichte der Steiermark wurden in einer Ausstellung im Museum für Geschichte im Jahr 2022 präsentiert.